Radreise Horb-Barcelona:

Als ich vor Weihnachten mit einem Arbeitskollege beim Mittagsessen über Urlaubspläne gesprochen habe, erzählte er mir, daß er mit seinen beiden Jungs im letzten Sommer mit dem Fahrrad von Herrenberg nach Mallorca gefahren ist. Zwischenziel war Barcelona und von dort mit dem Schiff rüber auf die Insel.

Die Idee fanden wir toll und wir überredeten unsere Jungs solch eine Urlaubsreise auch zu machen. Planung ist jetzt nicht so aufwändig, da mit Fahrrädern die Gepäckgröße doch überschaubar ist. Michi und ich/P werden neben unseren Satteltaschen einen Anhänger als Nachläufer für den Großteil des Zeltgepäcks mitnehmen, während Marion und Oliver vorne und hinten nur ihre Satteltaschen mitschleppen müssen.

Wir beginnen schon im Januar bei schönem Wetter mit den ersten Ausfahrten zum Konditionsaufbau. Natürlich nur Marion und ich, da die Jungs es nicht nötig haben und auch keine Lust. Der Plan sieht vor, daß wir uns so weit wie möglich entlang von Flussläufen halten werden, um damit unnötige Höhenmeter auf den grob 1300km bis nach Barcelona erklimmen zu müssen. Auf der ersten Karte ist die Gesamtstrecke dargestellt

und auf der Zweiten das Ziel nach den ersten drei Tagen bis nach Belfort.

 

Nachdem alles Gepäck sicher verstaut ist, die letzten Schrauben nochmal nachgezogen und kontrolliert wurden, geht es endlich los. Oma und Opa waren zum Abschied auch noch da.

In Horb unten angekommen, hält eine Bekannte aus Nordstetten neben uns mit dem Auto und fragt wo wir unseren Ausflug hinmachen würden. Sie wollte es erst nicht glauben, daß wir jetzt nach Spanien fahren. Zuerst geht es nun auf den Neckartalweg in Richtung Sulz. In Fischingen biegen wir vom Neckarradweg ab in Richtung Schloss Glatt. Wir sind beinahe versucht im Schlossgarten eine erste Rast zu machen, aber wir haben ja noch einiges vor uns und deshalb radeln wir weiter. Von Glatt aus fahren wir das Tal weiter nach hinten bis nach Leinstetten. Von hier aus haben wir die ersten Höhenmeter bis hoch nach Loßburg durch den Wald zu absolvieren.

Nach der Hälfte haben wir schon unseren ersten technischen Ausfall. Beim Michi ist die Halterung an der Hinterachse für den Nachläufer abgebrochen. Das geht ja schon gut los..... Zurück nach Horb ist es zu weit, daher sattle ich/P mein Gepäck ab, baue die kaputte Achse aus und radel den Rest des Waldwegs hoch bis nach Loßburg. Hier gibt es Fahrradladen, welcher allerdings geschlossen hat. Ich versuche mein Glück und klingel an der seitlichen Haustüre und der freundliche Besitzer öffnet. Er hat natürlich keine solche Achse im Lager, kann mir aber das abgebrochene Stück wieder anschweissen. Sieht nicht toll aus, aber um es vorweg zu nehmen, die Achse hält bis zum Schluss. Also wieder zurück zu den Wartenden im Wald, Achse eingebaut und die restlichen Höhenmeter wieder gemeinsam bewältigt. Von Loßburg aus geht es durch einen tollen Waldweg in Serpentinen steil runter nach Alpirsbach. Von hier aus folgen wir der Kinzig.

Vorbei an der Burgruine Schenkenzell bis nach Schiltach.

Von hier aus geht es weiter durch das idyllische Schwarzwaldtal bis nach Wolfach wo es ein leckeres Eis gibt. Das Dorf ist mit viel Aufwand herausgeputzt und mit vielen Skulpturen bereichert worden. Einen weiteren kurzen Stop mit Pause machen wir in Haslach, bevor wir die letzten Kilometer bis nach Steinach mit schon müden Beinen erradeln.

Als erstes wird eine Gartenwirtschaft angesteuert wo wir uns mit leckerem Wurstsalat und einem kühlen alkoholfreiem Hefeweizen ein klein bißchen erholen. Bevor es dunkel wird erreichen wir den Campingplatz, wo wir schon vorab telefonisch einen Platz reserviert haben.