Fr. 01.11.19

Als wir so beim Frühstück sitzen rollen die HerMANs an. Die Bruno-Besatzung, Kerstin und Hanno, und wir schnappen unsere Kaffee-Tassen und begrüßen Heike und Hermann.

In der Sonne ist es recht angenehm. Heike und Hermann sind gestern Abend vor uns anderen angekommen, haben uns logischerweise nicht gefunden und deshalb ganz weit hinten eingeparkt. Während wir noch beim Duschen und beim Mexikaner leckere Fajita genossen haben, haben Kerstin und Hanno versucht, die Abkürzung aus dem NP querfeldein zum BLM-Gelände zu machen. Allerdings ist die Strecke zum Teil so schlecht, dass Kerstin mehrere Kilometer vor dem Fahrzeug joggen musste, um Hanno an besonders kritischen Stellen einzuweisen. So bleibt man auch fit.

Die HerMANs fahren heute rüber in den Canyonlands-NP, die Brunos fahren nach Moab, um dort einiges zu erledigen, und wir machen die Riverroad-Tour entlang des Colorado südlich vom Arches NP und kurz vor Moab.

The River Road“ ist die Bezeichnung für eine spektakuläre Route entlang des oberen Colorado und startet an der Brücke kurz vor Moab. Die Strecke windet sich die ersten 13 Meilen durch einen relativ engen Canyon aus roten Felsen, bevor sich das Tal auf den nächsten 14 Meilen weiter öffnet und auf der rechten Seite den Blick auf die La Sal Mountains freigibt.

Vor deren Hintergrund gibt es freistehende Sandsteinformationen, die ans Monument-Valley erinnern.

Am Ende des Canyons bzw. der River road geben wir auf dem Parkplatz einem Amerikanischen Paar Starthilfe, da deren Batterie wegen dauernd laufender Klimaanlage den Geist aufgegeben hat. Dann drehen wir um und fahren ca. 30 km zurück bevor wir nach links Richtung Sal Mountains abbiegen. Diese Straße führt zunächst durch die „Monument Valley“-Ecke und schlängelt sich dann in Serpentinen die Berge hoch, bis wir am einsam an der Kante liegenden Outhouse/Klohäuschen vorbeikommen (die Sicht ist gigantisch) und durch Schnee bis zum höchsten Punkt hochfahren. Von hier aus könnte man noch auf einer Schotterpiste weiter in die Berge rein, allerdings ist das für heute zu viel. Deshalb fahren wir auf der anderen Seite die Serpentinen wieder runter.

Auf der Rückfahrt kommen wir von der Südseite her durch Moab und nach einem kleinen Supermarktbesuch geht es wieder raus aufs BLM-Gelände.

Es ist schon Nacht als Kerstin und Hanno wieder neben uns einparken und wir verbringen gegen später noch etwas Zeit zusammen.

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land, Willow Springs Road, GPS: 38.695748, -109.689735, sehr großes BLM-Gelände nördlich vom Eingang zum Arches NP bzw. von Moab, relativ ruhig, im höher gelegenen Bereich Verizon-Empfang, sehr empfehlenswert

Sa. 02.11.19

Heute machen auch wir uns auf in den Canyonlands-NP und wir verabschieden uns vorerst von der Bruno-Besatzung, aber wir hoffen, dass wir uns bald wieder über den Weg laufen.

Die Straße bis zum NP-Eingang führt bereits durch tolle Felslandschaften, wie man sie hier im weiten Umkreis überall findet. Trotzdem gibt es immer wieder neue Formationen zu entdecken, die begeistern. Also nicht wundern, wenn es das eine oder andere Bild in unserem Tagebuch mehr wird.

Seit gestern benötigen wir einen neuen einjährigen „America the beautiful“-Pass für die ganzen NPs, aber am NP-Eingang funktioniert das Internet nicht, weshalb wir nicht mit Visa bezahlen können, und Cash haben wir nicht mehr ausreichend dabei bzw. wollen nicht unsere letzten 'Dollares' ausgeben. Der Ranger lässt uns passieren und meint, wir sollen es gegen später im Visitor-Center probieren.

Unser erster Stopp ist der Shafer Canyon Overlook. Der Ausblick auf solch einen in die Landschaft geschnittenen Canyon ist schwer zu beschreiben und auch die Bilder werden dem Live-Eindruck nicht gerecht. Uns begeistert es immer wieder. Von diesem Outlook haben wir auch einen schönen Blick auf die Serpentinen hinunter auf die Shafer Trail Road. Für Fahrzeuge unserer Größe wird die Abfahrt nicht empfohlen und man bekommt das notwendige Permit nicht erteilt, da man evtl. in einer der scharfen Kurven steckenbleibt. Von unten nach oben würden wir es uns zutrauen, da wir dann mit dem Hinterteil ins Freie ausschwenken könnten. Mal sehen, vielleicht Morgen. Wir müssten dann von Moab aus die Potash Road nehmen.

Weiter geht's zum Mesa Arch. Vom Parkplatz aus sind es nur ein paar hundert Meter bis zu dem wunderschönen Felsbogen, durch welchen man in den Canyon hinunterschauen kann. Auf der rechten Seite noch gut zu erkennen das riesige Rund im Fels, wo der Fluss vor Millionen Jahren eine Schleife gefressen hat. Wie immer muss man sich die Zeitdimensionen bewusst machen, die es dauerte, solche Naturwunder zu schaffen.

Als nächstes fahren wir nach Norden, um zum Upheaval Dome zu gelangen. Wir parken (roter Kreis) direkt zu den Füssen des Whale Rock (blauer Kreis), von wo aus wir den Aufstieg zum Dome in Angriff nehmen. Wir wandern bis zum 1. Overlook, von dem man auch den besten Blick auf das „Mysterium“ Es ist wissenschaftlich noch nicht ganz erwiesen, um welches Phänomen es sich handelt: Entweder ein Salzdom, der sich an die Oberfläche hoch arbeitet, oder ein Meteorit-Einschlagkrater. Laut Erklärungstafel liegt im Moment die Meteoriteinschlagtheorie vorne. Die Farben der oxidierten Schichten erinnern uns stark ans Death Valley.

Zurück geht es wieder zur Kreuzung am Mesa Arch und zu einem kleinen Abstecher zur Aussichtsplattform beim Green River Overlook. Von hier aus haben wir nochmal einen gigantischen Blick auf den mächtigen Canyon. Bei genauem Hinsehen kann man die White Rim Road erkennen, auf der man auf einer Mittelebene zwischen Canyonland-NP-Straße und Canyongrund fast 100km durchs Bassin fahren kann. Der Shafer Trail ist neben der Potash road ein möglicher Eingang.

Wir haben uns erkundigt: Die nächsten Tage sind die Campingplätze entlang des White Rim Trails ausgebucht. Schade. Nie hätten wir gedacht, dass wir so spät im Jahr noch mehrere Wochen tolles warmes Wetter haben, sonst hätten wir gebucht. Die Entscheidung ist gefallen, dass wir nächstes Frühjahr nochmal zurückkommen und unser Glück dann versuchen. Jetzt wollen wir die nächsten Tage soviel wie möglich im Colorado-Plateau an NP-Eindrücken mitnehmen.

Nach dem Green River Overlook fahren wir noch weiter bis zum Grand View Point Overlook, von wo man noch einen etwas anderen Blick auf die Canyonebene hat. Das Schöne ist, dass man überall bis zur Abbruchkante gehen und damit das volle Höhe-Erlebnis genießen kann.

Als wir wieder aus dem NP hinausfahren, machen wir noch einen kurzen Stopp beim Visitor-Center. Das Internet funktioniert immer noch nicht.

Bei der Ausfahrt zurück nach Moab fahren wir durch die Felsformationen, die wir heute schon von oben gesehen haben.

Als wir durch Moab kommen ist es gegen 17 Uhr und wir wollen noch möglichst bis zum Südeingang des NPs kommen. Der Canyonlands-NP besteht eigentlich aus 3 Teilen. Im Nordteil, dem „Island in the Sky“, waren wir heute morgen. Jetzt fahren wir zum Südteil, und zwar zum Östlichen „The Needles“. „The Maze“ im Südwesten ist nur schwierig erreichbar und ist eine Mehrtagesgeschichte.

Auf halbem Weg kommen wir an einem großen Felsbogen direkt an der Straße vorbei. Es gibt hier, wie im Arches NP, noch weitere, aber nur per Wanderung erreichbar.

Wir folgen dem Highway #191 bis zum Abzweig zum Needles-Part des NPs. Als wir durch die Canyonlandschaft über 60km Richtung NP-Eingang fahren, geht die Sonne am Horizont unter und wir müssen uns sputen, einen Stellplatz zu finden.

Wir parken auf BLM-Gelände mehrere Kilometer vor den Toren des NPs ein und genießen das abendliche rote Leuchten der untergehenden Sonne auf den erodierten Felswänden und Türmen in der Entfernung.

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land, Bears Ears NM, GPS: 38.187578, -109.669628, wenige Kilometer vor dem Eingang des Canyonlands NP - The Needles, viel Platz, tolle 360°-Rundumsicht auf die tolle Canyonlandschaft, sehr ruhig, kein Verizon-Empfang, sehr empfehlenswert

So. 03.11.19

Durch die Zeitumstellung haben wir eine Stunde gewonnen: länger liegen bleiben! Aber die Sonne brennt uns so ins Gesicht, dass wir nachgeben und doch aufstehen. Nach dem Frühstück machen wir uns abfahrbereit, aber die tolle Umgebung hält uns gefangen. Daher entscheiden wir nach Wochen endlich mal wieder, die Stühle rauszuholen und in die warme Morgensonne zu genießen. Wie haben wir das vermisst!

Wir überlegen, wann wir den letzten Ruhetag mit schönem Wetter zum draußen Sitzen hatten, und da ich sowieso einen ausstehenden Abschmiertermin seit 200km habe, ist schnell entschieden: Wir bleiben heute stehen.

Wenn einem so die Sonne ins Gesicht lacht, rundherum ein gigantisches Panorama und blauer Himmel – einfach herrlich!! Da macht es auch Spaß, neben dem Chillen auch die vielen kleinen Reparaturen, die sich angesammelt haben, nacheinander abzuarbeiten: Abschmieren, defekter Schmiernippel austauschen, Auspuff wegen gebrochener Halterung mit Draht sichern, Leselampe reparieren, Gastank kontrollieren, Staukasten ausräumen und nach dem Säubern neu organisieren, Ersatzbatterien nachladen, Schrankscharnierschrauben nachziehen, ...

Währenddessen kocht Marion ein Schäufele mit Kartoffelsalat und backt einen Hefezopf mit kleiner Unfalleinlage: Hat den Teig in der Plastikschüssel in den Ofen zum Aufgehen zwischengelagert, aber leider vergessen, dass sie nach einer Minute wieder ausschalten muss. So ist der Teig zwar aufgegangen, aber die Schüssel hat sich ins Nirwana verabschiedet.

Durch die Zeitumstellung wird es nun natürlich auch eine Stunde früher Nacht. So haben wir schon kurz vor 6 Uhr das Abendrot, das die Berge am östlichen Horizont noch roter einfärbt als dies die Eisenoxide an sich schon tun.

Auch die Wolken am westlichen Horizont färben sich nochmal krass ein.

Da sich hier im weiten Umkreis keine Stadt oder andere Lichtquelle befindet, haben wir Dark Sky und nur die Sterne am Himmel.

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land, Bears Ears NM, GPS: 38.187578, -109.669628, wenige Kilometer vor dem Eingang des Canyonlands NP - The Needles, viel Platz, tolle 360°-Rundumsicht auf die tolle Canyonlandschaft, sehr ruhig, kein Verizon-Empfang, sehr empfehlenswert

Mo. 04.11.19

Die Sonne weckt uns heute wieder mit voller Wucht und bestrahlt das umgebende Canyon-Panorama. Heute geht's in den zweiten Teil des Canyonlands NP „The Needles“.

Als wir ankommen geht es erst mal ins Visitor-Center für Zusatzinfos und wir müssen einen neuen Jahrespass für 80$ kaufen. Bedenkt man, dass ein Eintritt pro Fahrzeug pro NP 30$ kostet (Auto bis 4 Pers. für bis zu 5 Tage), ist man nach dem dritten NP mit den Kosten schon raus. Für das, was einem dadurch geboten wird, nicht nur durch die Landschaften, sondern auch die Infrastruktur und die Ranger, ist der Jahrespass ein wahres Geschenk.

Nach kurzem Skype mit der Heimat, das Netz ist etwas schwach, machen wir uns auf, die Sehenswürdigkeiten anzufahren.

Auf dem Weg sehen wir aus der Entfernung den Wooden Shoe Arch, leider im Gegenlicht, aber trotzdem sehr markant.

Die Wege hier sind nicht sehr weit verzweigt bzw. lang und so sind es nur 16km auf dem Weg zum Pothole Point. Die Felsen am Wegesrand bestehen aus unterschiedlichsten Schichten in verschiedenen Erosionszuständen.

Die Potholes: Wir haben es uns schon gedacht, dass es nur wieder ausgewaschene Mulden in der Felsoberfläche sind, die von dem urzeitlichen Fluss mittels Sand und Wasser ins steinerne Bett geschliffen wurden.

Von hier oben kann man am Horizont die namensgebenden Needles im nachmittäglichen Dunst einigermaßen gut erkennen.

Die rundgeschliffenen Monolithe am Rand des Pothole-Feldes sind deutlich interessanter. Sie sehen aus, als wären sie von einem Künstler bearbeitet und platziert worden.

Am Ende der Straße befindet sich der Slick Rock Trail, der sich durch das uralte Flussbett windet, eingerahmt von Felsentürmen, die über sehr sehr lange Zeit Wind und Wasser ausgesetzt waren. Vom Parkplatz aus kann man von erhöhter Position in den Big Spring Canyon schauen.

Auf dem Weg zur kulturhistorisch interessanten Stelle Cave Spring, fahren wir noch kreuz und quer durch den Park, u.a. auch auf Gravelroads, die explizit für 4x4 ausgewiesen sind. Irgendwann drehen wir um, als es dann doch zu heftig wird.

Kurz vor dem Cave Spring fahren wir noch durch Hoodoos - sehen aus der Nähe wie steinalte Pilze aus.

Das Gebiet rund um Cave Spring wurde über Jahrhunderte hindurch von Nomaden und ortsansässigen Viehhirten als Wetterschutz und Wasserquelle genutzt, da sich im schattigen Unterschlupf Wasser sammelt. In dieser unwirtlichen Umgebung, vor allem in den heißen Monaten, ist das überlebenswichtig. Man kann einen kleinen Trail durch das Gebiet laufen und kommt an den verschiedenen Schlafstätten vorbei bzw. muss über Holzleitern auf höhere Ebenen klettern.

Nach dem Spaziergang sind wir mit diesem Teil des NPs durch und da es erst mittags halb drei ist, wollen wir heute noch ein gutes Stück fahren. Wir machen uns auf Richtung Süden zum Mesa-Verde NP. Es sind wieder mehr als 50km, vorbei an unserem Übernachtungsplatz zurück auf den Hwy.

Unterwegs stoppen wir kurz am sogenannten Newspaper-Rock, wo sich eine Vielzahl an Petroglyphen befindet. Die ältesten aus dem 12 Jhd. Allerdings ist nicht klar, warum sie angebracht wurden. Somit kann jeder seine Phantasie walten lassen.

Die restliche Fahrt von über 150km bis runter nach Cortez ist eher unscheinbar und geht durch weites Prärieland, Heu und Bohnenanbau. Unterwegs wechseln wir noch den Bundesstaat - von Utah nach Colorado.

COLORADO

In Cortez kehren wir beim Walmart ein und füllen die heimischen Regale auf.

Nur 10 km östlich von Cortez befindet sich ein großes BLM-Gelände; auf dem man bis zu 14 Tage frei stehen kann. Einige Plätze sind schon belegt, aber bei der Nr. 7 findet sich auch für uns ein schönes großes Plätzchen mit freier Sicht.

Im Walmart haben wir zur Abwechslung mal wieder eine Aufbackpizza mitgenommen, die nach dem Einparken gleich in den Ofen geschoben wird.

Nach dem Besuch des NP und der langen Fahrt von über 240 km sind wir ziemlich platt und so geht es heute etwas früher in die Federn.

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land TresRios, Cortez, GPS: 37.359274, -108.424319, sehr viel Platz, sehr ruhig, etwas Verizon-Empfang, sehr nahe am Mesa-Verde NP, sehr empfehlenswert

Di. 05.11.19

Heute ist wieder ein Pausentag. Der Platz liegt schön zwischen Bäumen, aber trotzdem offen, so dass die Sonne volle Angriffsfläche hat. Da die Wettervorhersage auch für die kommende Woche weiterhin ein stabiles Hoch im weiten Umkreis verspricht, haben wir genügend Luft, um doch hin und wieder einen Ruhetag einzulegen, sonst werden die Eindrücke jeden Tag auf Grund der vielen nahe beieinanderliegenden NPs doch zu viel.

Die Mörderkälte mit nachts -15 °C in den letzten beiden Wochen ist endlich vorbei und wir nähern uns der 0°C-Grenze nachts und tagsüber zwischen 15 und 18°C. Da macht es Spaß, zu wandern und sich in den Parks herumzutreiben. Besser als im Sommer mit Hitzerekorden von bis zu 50°C.

Wenn wir Glück haben, können wir die meisten NPs hier im Vierländereck von Utah, Colorado, Arizona und Nevada noch im November bei sehr angenehmen Temperaturen besuchen, bevor wir dann doch nach Mexiko auf die Baja California flüchten werden.

Wir nutzen das tolle warme Wetter auch gleich für einen Heimfriseurtermin im Freien und anschließend endlich mal wieder eine Außendusche. Seit dem Yukon vor Wochen mussten wir wegen den niedrigen Außentemperaturen die unterschiedlichsten Gelegenheiten wie Community Center, Fitnessstudios usw. zum Duschen nutzen.

Den Rest des Tages haben wir Sonne getankt und gelesen, also mal so richtig wieder die Seele baumeln lassen. Marion hat zwischendurch noch Fleischpflanzerln gebraten, dazu gibt's leckeres Karotten-Süsskartoffel-Gemüse.

Als es dann gegen 18 Uhr wieder dunkel wird und die Temperaturen absinken, geht es wieder rein ins Warme und an die Laptops. Wir liegen mal wieder mehrere Wochen zurück mit unserem Tagebuch samt Bildern.

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land TresRios, Cortez, GPS: 37.359274, -108.424319, sehr viel Platz, sehr ruhig, etwas Verizon-Empfang, sehr nahe am Mesa-Verde NP, sehr empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

Mi. 06.11.19

 

Nachdem Pausentag sind wir neugierig, den Mesa Verde Nationalpark zu erkunden. Der Moppel wird auch Einiges zu tun bekommen, da das ganze sehr weitläufige Plateau auf über 2500m liegt und wir aktuell 500m tiefer stehen.

Aber zuerst schauen wir kurz ins Visitor-Center und informieren uns über die aktuelle Situation. Leider ist schon Winter-Offseason und obwohl noch kein Schnee liegt sind einige Bereiche gesperrt bzw. wegen Renovierungsarbeiten nicht zugänglich. Lassen wir uns mal überraschen.

Wir müssen über 30km in den Park hineinfahren bzw. über viele Serpentinen und Tunnel die Höhe erklimmen, bevor wir zum eigentlichen Ziel, den Dörfern in den Klippen, kommen.

Unterwegs kommen wir am 2613m/8572ft hohen Park Point Overlook vorbei, welcher gleichzeitig die Fire Lookout Station ist.

Nach ca. 25km teilt sich die Straße in zwei parallele Äste, getrennt durch verschiedene Canyons bzw. Bergrücken. Der rechte Ast zum Longhouse Loop ist gesperrt, somit bleibt uns nur der linke Ast an dessen Ende das Spruce Tree House bzw. der Cliff Palace liegen, sowieso die Hightlights des Parks.

Als erstes schauen wir vom Aussichtspunkt auf den Cliff Palace hinunter. Der Cliff Palace ist die größte Gebäudeansammlung und am eindrucksvollsten. Zu ausgesuchten Cliff Dwellings, wie diesem, kommt man nur mit separat zu bezahlender Führung, und zur Zeit gar nicht. Mit Führung würden wir an einem Tag nur sehr wenig zu sehen bekommen. Tief enttäuscht sind wir also nicht, dass wir uns die Dwellings nicht aus der Nähe ansehen können. Außerdem ist es doch recht warm auf 2500m Höhe, obwohl es Anfang November ist.

Der ganze Canyon-Rand ist durchzogen mit einzelnen Behausungen bzw. mehreren Räumen, je nachdem wie viel Platz die Hohlräume bieten. Aus der Entfernung sind die einzelnen Plätze nur schwer auszumachen, erst das Zoom offenbart die Details

Am Navajo Canyon Outlook hat man einen tollen Einblick in die tiefen Canyonschluchten, die die Heimat dieser frühen Bewohner war.

Nach dem Canyon Outlook sehen wir von einer Plattform aus von oben auf das Square Tower House, das mehrfach teilweise renoviert wurde.

Spätere Generationen haben oben auf der Plateaufläche sogenannte Pit Houses bzw. Villages/Dörfer errichtet. Ausgrabungen brachten nur noch Reste zutage, aber die Erklärungstafeln veranschaulichen eine mögliche ursprüngliche Form bzw. Nutzen.

Bevor der Loop zu Ende ist haben wir nochmal eine komplette Breitseite der Canyon-Kante vor uns mit vielen Hohlräumen voll mit Dwellings.

Zum Schluss der Runde stoppen wir noch am Museum, das wirklich viel Anschauungsmaterial zur damaligen Zeit bietet und viele ausgegrabene 'Schätzchen'. Von hier oben haben wir auch einen schönen Blick auf das sogenannte Spruce Tree House.

Auf der Heimfahrt haben wir von ganz oben, bevor wir die Serpentinen für den Abstieg befahren, nochmal einen tollen Weitblick.

Sollen wir nochmal auf den gleichen Platz wie gestern fahren? Da wir jetzt beim Einkaufen bzw. auf der Suche nach Wasser wieder in Cortez gelandet sind, wollen wir gleich weiter nach Westen fahren und nehmen die Route #162 durch den Canyon of the Ancients in Richtung dem Städtchen Bluff.

Die Sonne nähert sich schon langsam dem Horizont als wir zum Stellplatz abbiegen. Zuerst müssen wir allerdings ein Viehgatter öffnen/schließen und über Ranchland fahren, bevor wir das BLM-Gelände erreichen. Gleich zu Beginn gibt es einen tollen Platz. Wir fahren zwar noch ein paar hundert Meter weiter, um evtl. oben auf der Canyon-Kante zu stehen, aber da geht es leider nicht hoch und daher müssen wir auf sehr engem Raum umdrehen und wieder zurückfahren.

Ein wunderschöner Sonnenuntergang heißt uns im Canyon willkommen.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land, Canyon of the Ancients NM, GPS: 37.342724, -108.931908, Anfahrt von Cortez über geteerte Straße. Die letzten 3km Schotterpiste, Viehgatter öffnen/schließen und 2km durch Privatland, der letzte Kilometer ist dann schon BLM-Land, steil und stark ausgewaschen, gute Bodenfreiheit von Vorteil; für unseren Moppel und ähnliche Fahrzeuge super Standort und sehr zu empfehlen, gutes Verizon-Netz.

 

 

 

 

 

 

 

Do. 07.11.19

 

Der Platz ist so toll: Wir bleiben heute einfach stehen. Meine/P Schwester hat Geburtstag und daher steht natürlich eine ausführliche Skype-Session an. Und wenn wir schon dabei sind, auch gleich noch mit den Eltern.

Gestern bei der Anfahrt hörten wir es oben an der Fahrerkabine klappern. Eine Befestigungsschelle ist gebrochen und bis wir am Platz waren über die etwas raue Piste, hatte gleich noch eine Zweite den Geist aufgegeben. Also Fahrräder weg, Leiter aufgestellt und repariert. Zur Sicherheit noch an drei Stellen zusätzlich mit dickem Draht eine Sicherung eingebaut. Die Ölkontrolle ist auch positiv und so kann ich nach einer halben Stunde schon wieder die Fahrräder montieren und das Werkzeug wegräumen.

Bevor wir es uns dann nachmittags in der Sonne gemütlich machen, unternehmen wir noch eine kleine Wanderung hinauf zur Canyon-Kante und genießen den Weitblick von oben.

Zurück von unserem Spaziergang verspüren wir die ersten Anzeichen von Hunger. Marion zaubert ein leckeres Essen aus mehreren Medaillions vom Schweinerücken in Sahnesoße mit Nudeln.

Den Rest des Tages lassen wir in der Sonne und zum Teil am Laptop mit Schreiben ausklingen.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land, Canyon of the Ancients NM, GPS: 37.342724, -108.931908, Anfahrt von Cortez über geteerte Straße. Die letzten 3km Schotterpiste, Viehgatter öffnen/schließen und 2km durch Privatland, der letzte Kilometer ist dann schon BLM-Land, steil und stark ausgewaschen, gute Bodenfreiheit von Vorteil; für unseren Moppel und ähnliche Fahrzeuge super Standort und sehr zu empfehlen, gutes Verizon-Netz.

 

 

 

 

 

 

 

Fr. 08.11.19

 

Auch wenn der Standort so schön ist und zum längeren Verweilen reizt, packen wir zusammen und machen uns auf, weiter in den Westen. Wir fahren noch die restlichen Kilometer durch den Canyon of the Ancients und dann weiter in Richtung dem Siedlerstädtchen Bluff.

Die Gegend erinnert uns stark an Texas, besonders weil auch hier in der kargen Prärielandschaft massig Ölförderpumpen rumstehen.

In Bluff stoppen wir kurz auf dem Platz vor den Navajo Twin Rocks, bevor wir das kleine Fort Bluff besuchen.

Hier bekommen wir von den schon etwas älteren Volunteers/Freiwilligen eine kleine Einführung und auch zwei Kurzfilme vorgeführt. Das Dorf wurde von Mormonen gegründet, die nach einem sehr mühsamen Weg hier gelandet sind. Alles sehr pathetisch und wahnsinnig historisch, obwohl das Jahr 1870 noch nicht wirklich lange in der Vergangenheit liegt. Aber da wir einen Großteil der Strecke selbst gefahren sind, können wir ermessen welche Strapazen dieser Weg gewesen sein muss, mit all den Bergen, Flussdurchquerungen und sonstigen Entbehrungen.

Hechel Hechel – Wasser! Wir brauchen Wasser! Jetzt geht es uns beinahe so wie den armen Siedlern damals. Leider bekommen wir auch hier im Ort kein Frischwasser und auf dem RV-Park am Ortseingang wollen sie 10$ dafür, was wir dankend ablehnen. Etwas außerhalb liegt die Sand Island Recreation Area auf BLM-Land. Der Ort ist in unseren Karten verzeichnet, also fahren wir mal hin, vielleicht gibt es ja was Tolles zu sehen. Es handelt sich aber nur um eine große Boatramp/Bootsanleger unten am San Juan River und einem primitive Campground (15$/night) im Präriegelände. Irgendwo gibt es wohl noch prähistorische Malereien zu besichtigen.

Als wir noch die Day Use-Area anfahren, um nach Mülleimern Ausschau zu halten, sehen wir die belgische Familie mit den beiden kleinen Jungs, die in einem Hilux mit zwei Dachzelten unterwegs ist. Wir trafen Sie vorgestern schon einmal im Mesa-Verde NP. Die vier haben eine ähnliche Route wie wir; wahrscheinlich werden wir sie noch öfters treffen.

Am Rand des Parkplatzes füllen gerade andere Reisende ihre Wasserkanister an einem Wasserhahn auf. Trinkwasser? Ja. Super! Mit dem Leitfähigkeitsmessgerät schnell nachmessen - der Wert ist in gutem Bereich. Also Schlauch auspacken und unsere Tanks auffüllen.

Weil wir gestern nicht dazugekommen sind, holen wir es heute während des Wassertankens nach und machen für die Familie eine kleine Führung in unserem Reich. Die Eltern sind begeistert und haben auf ihrer Planungsliste gleich einen weiteren Eintrag: So ein Mobil wie unseres zu bauen.

Ca. 35 km nach Bluff geht es rechts ab ins Gelände, ins sogenannte „Valley of the Gods“. Auf einer Gravelroad durchfährt man eine gigantische Landschaft, die sehr stark ans Monument Valley erinnert, wobei die einzelnen Felsentürme nicht ganz so riesig sind, dafür kann man aber selbst drin herumfahren, überall frei stehen und obendrein kostenfrei. Für uns ist das völlig ausreichend. Wir verzichten darauf, ins Monument Valley zu fahren und eine der teuren Jeep-Touren mit den Navajo-Indianern zu machen.

Da es noch etwas zu früh zum Einparken ist, werden wir das Valley of the Gods einmal komplett durchfahren, dann über den Moki Dugway (ungeteerte Serpentinenstraße entlang des Canyon-Rands) auf über 1900m hoch auf die Hochebene fahren und dort zum sogenannten Muley-Point an die Canyon-Kante vorfahren. Als wir oben am Moki Dugway ankommen haben wir einen Wahnsinnsblick hinunter über das gesamte Valley of the Gods.

Ebenfalls haben wir jetzt den Blick hinüber zum Monument-Valley, das aufgrund der Entfernung etwas im Dunst liegt.

Nun sind es nur noch 15km auf der Hochebene bis vorne an die Kante von wo aus man einen endlosen Blick auf das am Horizont liegende Monument Valley hat. Direkt zu unseren Füssen liegt der Canyon, den der San Juan River in die Landschaft gefressen hat.

Außerdem gut zu erkennen, 500m tiefer, Teile der 25km langen one way Gravelroad, die am Rim (oberer Rand des Canyon) durch die gigantische Landschaft führt. Diese Straße wollen wir Morgen unbedingt abfahren und gleichzeitig im Gooseneck State Park, zu dem die Straße gehört, an einem Aussichtspunkt die engen Canyonschleifen des Flusses bewundern.

Je nachdem wie viel Zeit wir dafür benötigen werden, übernachten wir entweder unten am RIM oder wir fahren wieder rüber ins Valley of the Gods und wählen dort einen der vielen freien Stellplätze mit grandioser Aussicht aus.

Wir setzen uns noch etwas in die Abendsonne bis es uns hier auf 1930m im T-Shirt dann zu frisch wird und wir uns ins windstille Warme zurückziehen, wo es dann leckeren gebratenen Lachs gibt.

Auch von hier aus können wir den tollen Sonnenuntergang am Horizont genießen.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Muley Point, Glen Canyon NRA, GPS: 37.235758, -109.991764, geniale Aussicht auf den Canyon des San Juan River bzw. den Gooseneck State Park. Am Horizont sieht man ins Monument Valley. Guter Verizon-Empfang, sehr empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

 

Sa. 09.11.19

 

Wir stehen auf knapp 2000m Höhe und haben daher eine gigantische Aussicht über den San Juan Canyon zu unseren Füssen bzw. auf die Felssäulen des Monument Valley am Horizont.

Nach dem Frühstück machen wir erst mal einen kleinen Rundgang an den Rim-Rand und lassen den Blick über die mächtigen Schluchten schweifen. 500m tiefer, oberhalb am Rim, die Piste, die an den Goosenecks vorbeiführt: Die müssen/wollen wir unbedingt entlangfahren.

Nachdem wir abfahrbereit sind, geht es zunächst einmal zurück zum Hwy und den Moki Dugway hinunter. Super Sträßchen!

Unten angekommen gelangen wir nach 20km an die Abfahrt in den Goosenecks State Park. Eigentlich ist es nur ein größerer Parkplatz mit Kassenhäuschen, damit man seine 5$ bezahlen und dann an den Rand des San Juan Canyon stehen kann. Diese extrem engen Schleifen haben wir ja schon vom Muley-Point aus gesehen, aber hier haben wir zusätzlich einen Blick 1500m tief bis hinunter zum fließenden Wasser.

Für die knapp 2000m Höhenunterschied vom Muley-Point bis runter zum heutigen Wasserstand musste der Fluss 300 Mio. Jahre arbeiten. Man steht davor, sieht die Leistung, welche die Natur in diesem unvorstellbaren Zeitraum geleistet hat, und kann es sich doch nicht wirklich vorstellen. Welch kurzes Aufblitzen unsere eigene wie auch die gesamte Existenz der Menschen auf der Erde im Vergleich zu solchen Zeiträumen doch ist.

Wir fahren noch ein paar Hundert Meter seitlich am Rand des Canyon entlang. Die beste Sicht hat man allerdings vorne am Parkplatz.

Die Gravelroad entlang des Canyons und unterhalb der senkrechten Felswand, die wir oben vom Muley-Point aus gesehen haben, wollen wir heute mal abfahren. Dazu müssen wir aus dem State Park hinausfahren und kurz vor dem Hwy auf die Gravelroad abbiegen. Es geht durch die Pampa voll mit trockenen niedrigen Büschen und vereinzelten Rindern, die hier frei im Gelände unterwegs sind.

Nach ca. 10km treffen wir auf einen Camper direkt am Wegesrand bzw. direkt am Canyon-Rand. Er erzählt uns, dass die Straße in ca. 2km von einem Viehgatter unterbrochen wird, man es aber öffnen kann. Die letzten hundert Meter vor dem Viehgatter sind wohl auch zu eng und zu steil für unseren Dicken.

Ca. 500m vor dem Gatter ist ein großer Platz ebenfalls am Canyon-Rand und direkt unterhalb der Kurve in der Felswand wo wir gestern Abend, allerdings 500m höher, eingeparkt hatten. Hier bleiben wir vorerst mal stehen, wollen etwas zu Mittagessen und ich endlich mal wieder die Drohne fliegen lassen. Nach kurzer Diskussion wird die Entscheidung gefällt, dass wir stehenbleiben und Marion beginnt eine Hackfleisch-Tomatensoße (Zischsoße) zu kochen.

Gegen Nachmittag, ich bin am zweiten Durchgang mit frisch geladenen Akkus beim Drohnefliegen, macht Marion noch eine ausgiebige Wanderung am Rim entlang und kommt anschließend mit der Info zurück, dass wir problemlos die weitere Strecke hätten fahren können. Unterwegs hat sie noch verschiedene uralte Petroglyphen an den Felswänden entdeckt.

Der Platz hier ist aber auch so wunderschön, dass wir es nicht bereuen weiter nach hinten gefahren zu sein. Laut Aussage von unserem „Nachbarn“ ist dieses Stück wo er und wir stehen sowieso das Schönste der gesamten Strecke und man hat von hier aus auch noch den Blick bis zum Monument Valley am Horizont.

Als es Abend wird und die Sonne hinter der Felswand versinkt, wird es, wie für November zu erwarten, frisch und wir machen die Schotten dicht und bewundern noch etwas den Sonnenuntergang.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land unterhalb Muley-Point, Glen Canyon RA, GPS: 37.234643, -109.983395, 200m nach Einfahrt zum Gooseneck State Park geht eine Gravelroad rechts weg, nach ca. 11km kommt ein Viehgatter kurz davor kommt man an diesen Standort, etwas holprige Anfahrt, sehr ruhig, kein Verizon-Empfang, grandiose Umgebung, sehr empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

Sa. 09.11.19

 

Wir stehen auf knapp 2000m Höhe und haben daher eine gigantische Aussicht über den San Juan Canyon zu unseren Füssen bzw. auf die Felssäulen des Monument Valley am Horizont.

Nach dem Frühstück machen wir erst mal einen kleinen Rundgang an den Rim-Rand und lassen den Blick über die mächtigen Schluchten schweifen. 500m tiefer, oberhalb am Rim, die Piste, die an den Goosenecks vorbeiführt: Die müssen/wollen wir unbedingt entlangfahren.

Nachdem wir abfahrbereit sind, geht es zunächst einmal zurück zum Hwy und den Moki Dugway hinunter. Super Sträßchen!

Unten angekommen gelangen wir nach 20km an die Abfahrt in den Goosenecks State Park. Eigentlich ist es nur ein größerer Parkplatz mit Kassenhäuschen, damit man seine 5$ bezahlen und dann an den Rand des San Juan Canyon stehen kann. Diese extrem engen Schleifen haben wir ja schon vom Muley-Point aus gesehen, aber hier haben wir zusätzlich einen Blick 1500m tief bis hinunter zum fließenden Wasser.

Für die knapp 2000m Höhenunterschied vom Muley-Point bis runter zum heutigen Wasserstand musste der Fluss 300 Mio. Jahre arbeiten. Man steht davor, sieht die Leistung, welche die Natur in diesem unvorstellbaren Zeitraum geleistet hat, und kann es sich doch nicht wirklich vorstellen. Welch kurzes Aufblitzen unsere eigene wie auch die gesamte Existenz der Menschen auf der Erde im Vergleich zu solchen Zeiträumen doch ist.

Wir fahren noch ein paar Hundert Meter seitlich am Rand des Canyon entlang. Die beste Sicht hat man allerdings vorne am Parkplatz.

Die Gravelroad entlang des Canyons und unterhalb der senkrechten Felswand, die wir oben vom Muley-Point aus gesehen haben, wollen wir heute mal abfahren. Dazu müssen wir aus dem State Park hinausfahren und kurz vor dem Hwy auf die Gravelroad abbiegen. Es geht durch die Pampa voll mit trockenen niedrigen Büschen und vereinzelten Rindern, die hier frei im Gelände unterwegs sind.

Nach ca. 10km treffen wir auf einen Camper direkt am Wegesrand bzw. direkt am Canyon-Rand. Er erzählt uns, dass die Straße in ca. 2km von einem Viehgatter unterbrochen wird, man es aber öffnen kann. Die letzten hundert Meter vor dem Viehgatter sind wohl auch zu eng und zu steil für unseren Dicken.

Ca. 500m vor dem Gatter ist ein großer Platz ebenfalls am Canyon-Rand und direkt unterhalb der Kurve in der Felswand wo wir gestern Abend, allerdings 500m höher, eingeparkt hatten. Hier bleiben wir vorerst mal stehen, wollen etwas zu Mittagessen und ich endlich mal wieder die Drohne fliegen lassen. Nach kurzer Diskussion wird die Entscheidung gefällt, dass wir stehenbleiben und Marion beginnt eine Hackfleisch-Tomatensoße (Zischsoße) zu kochen.

Gegen Nachmittag, ich bin am zweiten Durchgang mit frisch geladenen Akkus beim Drohnefliegen, macht Marion noch eine ausgiebige Wanderung am Rim entlang und kommt anschließend mit der Info zurück, dass wir problemlos die weitere Strecke hätten fahren können. Unterwegs hat sie noch verschiedene uralte Petroglyphen an den Felswänden entdeckt.

Der Platz hier ist aber auch so wunderschön, dass wir es nicht bereuen weiter nach hinten gefahren zu sein. Laut Aussage von unserem „Nachbarn“ ist dieses Stück wo er und wir stehen sowieso das Schönste der gesamten Strecke und man hat von hier aus auch noch den Blick bis zum Monument Valley am Horizont.

Als es Abend wird und die Sonne hinter der Felswand versinkt, wird es, wie für November zu erwarten, frisch und wir machen die Schotten dicht und bewundern noch etwas den Sonnenuntergang.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land unterhalb Muley-Point, Glen Canyon RA, GPS: 37.234643, -109.983395, 200m nach Einfahrt zum Gooseneck State Park geht eine Gravelroad rechts weg, nach ca. 11km kommt ein Viehgatter kurz davor kommt man an diesen Standort, etwas holprige Anfahrt, sehr ruhig, kein Verizon-Empfang, grandiose Umgebung, sehr empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

So. 10.11.19

 

Auch wenn der Platz wunderschön ist, müssen wir leider weiter, um die verbliebenen Tage dieses Wetterhochs optimal zu nutzen und noch viele weitere Parks und Landschaften zu besuchen.

Wir fahren die Holperstrecke wieder raus bis zum Hwy und 20km weiter stehen wir wieder vor dem Einlass zum „Valley of the Gods“.

Hier ist es so toll, dass wir die rund 30km Rundtour gleich heute Morgen nochmal machen wollen. Beim letzten Mal hatten wir Nachmittagslicht aus dem Westen. Heute sind wir so früh dran, dass wir die Sonne noch im Rücken haben. Somit ergeben sich ganz andere Lichtverhältnisse und Sichten auf die Felsentürme.

Sollten wir irgendwann wieder hier vorbeikommen, werden wir mindestens 1-2 Nächte auf einem der unzähligen freien Stellplätze mit Superblick in die Umgebung bleiben.

Nach mehreren Photostopps ist der Loop leider schon zu Ende. Wir fahren nochmal den Moki Dugway nach oben. Wieder einmal wird uns bewusst, dass wir auf dem Weg, 500m Höhenmeter über die Serpentinen, zig Millionen Jahre durchfahren, Ablagerungen von Meeren, Vulkanismus etc.pp. Egal, wo man anhält und die Hand ausstreckt berührt man eine andere Epoche der Erdgeschichte.

Oben angekommen geht es auf frisch geteerter Straße fast geradlinig nach Norden. Nach den vielen Holperstrecken ist es eine echte Wohltat auf den nächsten 80km auf glattem neuen Belag dahinzuschweben. Die Landschaft ist durchgehend eine mit niedrigen Büschen bzw. krüppelartigen Bäumen bewachsene Hochebene. Schließlich befinden wir uns immer noch auf über 2000m.

Als nächstes Zwischenziel für heute steht das Natural Bridges National Monument an. In diesem kleinen Park befinden sich 3 große Steinbögen/brücken im Tal des White Canyons. Die Bögen unterscheiden sich von den Arches im Arches NP dadurch, dass sie nicht durch Erosion entstanden sind, sondern durch den Fluss ausgewaschen wurden. Während der Fluss wie üblich einen Canyon in die Landschaft gefressen und mehrere enge Schlingen erzeugt hatte, ergab es sich, dass manche Schlinge recht dünn wurde und das Wasser nebst Schlinge auch einen Durchbruch zustande brachte. Der übriggebliebene Rest bildet die massive Steinbrücke (siehe Graphik roter Kreis).

Nach wenigen Kilometern auf dem Rundweg kommen wir an den Sipapu Bridge Viewpoint. Er liegt wie beschrieben in einer wirklich imposanten Canyonlandschaft.

3km weiter kann man über einen steilen Fußweg bis hinunter auf den Canyonboden absteigen und unter dem Steinbogen durchwandern. Der Weg wechselt zwischen flachen Stücken, zum Teil gut ausgebaut mit Platten, bis hin zu Kletterpartien über Asttreppen. Wir machen nur etwas mehr als die Hälfte der Strecke und wandern auf einem Steinplateau bis auf gleiche Höhe des Bogens - von hier haben wir einen tollen Blick direkt auf das gegenüberliegende Loch - und zurück entlang der vom Fluss ausgefrästen Rundung bis hoch zu unserem Startpunkt am Parkplatz.

Auch hier setzen wir uns hin, versuchen uns die Kräfte und die Dauer vorzustellen, solch ein Monument in der Landschaft zu erschaffen.

Die nächste Brücke, Kachina Bridge, schauen wir uns nur vom Viewpoint aus an, da der Abstieg sehr steil und sehr anstrengend ist.

Wir nehmen uns zum Abschluss lieber noch die Owachomo-Bridge vor, da diese imposanter ist, uns etwas an den Landscape Arch im NP erinnert, und der Abstieg moderater ist.

Gottseidank haben wir Mitte November und angenehme Wandertemperaturen. Aber auch so bringt uns die Sonne zum Schwitzen. Nicht vorzustellen, wie heiß es in den Monaten Mai-September wird.

Immer wieder faszinierend unter solch einem Bogen zu stehen, ganz besonders wenn man bei genauem Hinsehen ungefähr in der Mitte des Steinmonstrums einen Riss erkennen kann.

Wir kehren nach Ende des Loops wieder zurück zum Hwy #95 und düsen entlang des White Canyon immer weiter Richtung Norden bis kurz vor Hite. Die gesamte Route ist als Scenic Byway markiert und das können wir nur bestätigen. Nicht nur, dass man auf den fast 100km konstant vom Canyon auf der linken Seite begleitet wird, hat man außerdem die zerklüfteten Berge typisch für das gesamte riesige Plateau in Utah auf der rechten Seite.

Wir würden gerne am Rim des Canyons einen Stellplatz finden, aber leider gibt es keinerlei erkennbare Zufahrten und einfach durch die Wildnis wollen wir aus Naturschutzgründen nicht fahren. Einen einzigen Einstieg mit Parkplatz entdecken wir; dieser wird allerdings von mehreren Fahrzeugen mit Pferdeanhängern belegt. Sicher toll bei den aktuell sehr angenehmen Temperaturen auf einem Pferderücken ausgedehnte Ausritte am Boden des Canyons zu machen. Wie üblich kommt dann unser Spruch „Ach hätten wir doch bloß mehr Zeit und Geld....“

In unserer Stellplatz-App haben wir uns einen Platz nach Hite am Ufer des Colorado-River ausgesucht. 20km vor Hite sehen wir dann allerdings eine Abfahrt mit dem Hinweis „3 mi bis zum Lake Powell Access“. Da fahren wir doch gleich mal die Gravelroad runter. Laut Karte auf dem Handy sehen wir den aufgestauten Fluss zwar, aber als wir ankommen finden wir nur ebenes trockenes Land umgeben von der wie vorher schon beschriebenen tollen Landschaft.

Der Colorado-River verliert immer mehr Wasser, deshalb hat auch der Stausee Lake Powell immer weniger Wasser, und an dieser Stelle, wo wir nun mit voller Rundumsicht einparken, gab es schon seit Jahren kein Wasser mehr.

Es ist weit und breit niemand außer uns da und daher parken wir mitten im Gelände ein und nehmen nach dem heißen Tag gleich noch eine erfrischende Außendusche.

Solange Marion die zweite Portion Hackfleischsoße von gestern Abend für das Abendessen zubereitet, spiele ich gleich nochmal etwas mit der Drohne. In den Nationalparks/Stateparks usw. sind Drohnen nicht erlaubt, und zugegeben, uns selbst würde es an diesen besonderen Orten auch stören, wenn dort Drohnen unterwegs wären. Aber hier, wie auch gestern, stört es niemanden und ich kann etwas Erfahrung sammeln, damit wenn es mal schnell gehen muss, ich nicht erst mit der Fernbedienung experimentieren muss. Je mehr die Geräte können, desto mehr Übung braucht man.

So schön die umgebenden Felsen sind, führen sie natürlich dazu, dass die Sonne auch schneller dahinter verschwindet. Wir haben erneut einen wunderschönen Sonnenuntergang mit langem rotem Nachleuchten. Und dann wird der Schalter umgelegt und die schwarze Nacht übernimmt, wenigstens solange bis der aktuell herrschende Vollmond die Ausleuchtung übernimmt.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen BLM-Land Nordende Lake Powell, Glen Canyon RA , GPS: 37.819161, -110.396459, kein Wasser wegen Wassertiefstand, riesiges offenes Gelände, sehr ruhig, tolle Umgebung, kein Verizon-Empfang, sehr empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

 

Mo. 11.11.19

 

Wir hatten eine sehr ruhige Nacht, so mutterseelenalleine im Nirgendwo. Nach dem Frühstück wandert Marion in den Felsen rundherum und entdeckt dabei den Rand des stark geschrumpften Lake Powell.

Als wir reisefertig sind, geht es über die Gravelroad hinaus auf die Route #95, auf der wir kurze Zeit später auf einer langgezogenen Bogenbrücke den Colorado überqueren.

Auf der anderen Flussseite arbeiten wir uns über Serpentinen wieder durch die Jahrmillionen nach oben, in denen sich der Colorado in die Tiefe gefressen hat. Oben ist ein Aussichtspunkt von wo aus wir einen schönen Blick hinunter auf eine ausgeprägte Flussschleife haben.

Wir kommen gar nicht bis nach Hite, da wir von der #95 auf die Route #276 Richtung Ticaboo und Bullfrog abbiegen. Diese Strecke führt durch wildes, unberührtes Land, geformt nur vom Colorado.

Betrachtet man die vielen Bilder, sehen diese für diejenigen, die die Landschaft nicht live erlebt haben, natürlich sehr ähnlich aus. Aber fährt man stundenlang hindurch, erkennt man überall tolle Details und macht davon auch viele Photos.

In Ticaboo gibt es mehrere Lagerflächen für die Hausboote, die während der Saison auf dem Lake Powell und seinen Seitenarmen unterwegs sind.

Bevor wir Bullfrog, das direkt am See liegt, erreichen, biegen wir wieder nach Norden ab und zwar auf die sogenannte Burr Trail Road. Aus der Senke kommend von Bullfrog und dem Lake Powell arbeiten wir uns den Canyon-Rim hoch.

Wir stoppen oben und machen eine längere Pause, wandern bis vor zur Abbruchkante des Bullfrog Creeks, um besser in die Tiefe schauen zu können und haben von dort einen phantastischen Blick sowohl hinunter als auch in die Ferne auf den Rand des Lake Powell.

Der Bull Trail Road folgen wir bis an die Grenzen des Capitol Reef Nationalparks und bestaunen unterwegs die in den unterschiedlichsten Farben oxidierten Sand- bzw. Ascheschichten aus vergangenen Epochen.

Kurz danach kommen wir an die Kreuzung, an der die Burr Trail Road über enge Serpentinen, den sogenannten Switchbacks, aus dem Halls Creek bzw. dem Strike Valley auf eine Hochebene führt, dem White Canyon Flat. Weiter Richtung Norden kämen wir auf die Notom-Bullfrog-Road.

Weiter auf der Burr Trail Road Richtung Boulder schauen wir uns schon mal nach geeigneten Übernachtungsplätzen um. Diverse Hinweistafeln zeigen auf wie viele interessante Strecken man noch abfahren könnte, links oder rechts weg in die Pampa. Das werden wir aber auf unseren nächsten Besuch hier in dieser Ecke verschieben. Unterwegs wechseln wir vom Capitol Reef Nationalpark hinein ins Grand Staircase-Escalante National Monument. Bevor es aus einer Senke hoch zum Einstieg in den Long Canyon geht entdecken wir einen schönen Platz – könnte allerdings sein, dass sich die Sonne Morgen früh recht spät zeigen wird.

Obwohl es schon später Nachmittag ist, fahren wir deshalb nochmal los, um von oben in den sogenannten Long Canyon hineinzufahren. Dort, nach ca. 15km, wurde ein Stellplatz von unseren ehemaligen Reisefreunden Silvia und Paul in Mapsme markiert. Da die Sonne schon tief steht, liegt der Canyon bereits voll im Schatten. Auch der Platz sagt uns nicht besonders zu, vor allem da die Sonne Morgen bis zur Mittagszeit braucht, um diesen Platz zu erreichen. Wir machen uns daher noch einmal auf und fahren den Canyon wieder hoch, wollen auf den zuletzt gefundenen Platz in einem kleinen Nebencanyon fahren.

Als wir den Long Canyon am oberen Ende wieder verlassen, sehen wir auf der rechten Seite eine kleine Gravelroad abgehen, die auf ein kleines Plateau führt, von wo aus man einen super Rundumblick sowohl in Richtung Eingang Long Canyon, als auch in die Tiefe hat. Jetzt haben wir doch noch einen tollen Platz gefunden! Mit den letzten Sonnenstrahlen genießen wir das herrliche Panorama. Auch der Vollmond gibt sein Bestes, um das nächtliche Ambiente zu verzaubern

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Grand Staircase-Escalante NM, GPS: 37.923557, -111.232090, grandioser Rundumblick, vor allem hinunter in den Long Canyon, etwas windig, kein Verizon-Empfang, sehr empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

 

Di. 12.11.19

 

Dieser Stellplatz ist auf jeden Fall unter unseren Top 5. Als heute morgen die Sonne im Osten mit herrlichem Morgenglühen aufgeht, werden die im Westen gegenüberliegenden Felswände ebenfalls in ein sattes Rot getaucht. Während des Frühstücks und bevor wir losfahren, können wir uns nicht sattsehen an den Farben, die durch das Sonnenlicht in den unterschiedlichen Gesteinsschichten zum Leben erweckt werden.

Die nächsten 10km hatten wir ja gestern Abend schon einmal abgefahren, um einen möglichen Stellplatz am unteren Ende des Canyons zu besichtigen. Mitten im Canyon liegt eine sich verengende Schlucht, in die heute morgen noch nicht allzu viel Licht fällt. Aber die Echo-Akustik ist grandios. Kleine Bäume wachsen direkt aus dem Fels, suchen sich jede erdenkliche Nische, um zu wachsen. Nur bei genauem Hinsehen erkennt man einen Riss im Gestein, in dem der Same Wurzeln schlug.

Bis nach Boulder fahren wir knapp 40km geteerte Straße, aber wieder durch unterschiedlichste Landschaften. Hier nur mal wenige Bilder vom von uns bezeichneten 'Kanonenkugelfeld', sonst würden sich die Bilder der letzten zwei Tage wiederholen.

Das Städtchen Boulder sind nur ein paar Häuser an einer Kreuzung; lebt von den Touristen in der Saison.

Wir biegen nach rechts auf den Hwy #24 nach Norden ab. Dieser Hwy wird ebenfalls als Scenic Byway betitelt - da sind wir ja mal gespannt.

Die Straße führt kontinuierlich steil nach oben, bis wir auf 2917m den Summit erreichen. Hier hat man schon ein bisschen einen Einblick in die im Tal liegenden erodierten Schluchten und Canyons des Capital Reef NP.

Auf der anderen Seite geht es ebenso steil wieder hinunter. Die Strecke führt durch den Dixie National Forest. Es gibt zig Campgrounds und unzählige Trails, die während der Saison geöffnet sind. Ganz nett, aber wir haben definitiv schon viel schönere Scenic Byways befahren - würden wir nicht empfehlen.

Im Dorf Torrey am Ende des Byways ist das Visitor-Center, wegen Off-Season geschlossen, daher müssen wir zum Visitor-Center im Capitol Reef NP fahren.

Schon auf der Hinfahrt kommen wir an den Twin-Rocks vorbei,

sowie an weiteren besonderen Formationen, wie dem Chimney-Rock. Wir stoppen am Panorama Point.

Vom Panorama Point geht noch eine 2km Stichstraße hoch zum Aussichtspunkt Goosenecks Point, von wo aus wir mal wieder auf die engen Schleifen eines Canyons hinunterschauen können. Immer beeindruckend, allerdings lassen die „Oh Ah“-Entzückungsrufe langsam etwas nach ...

Auf dem Weg zum Visitor-Center sehen wir auf der linken Seite The Castle.

Am Visitor-Center holen wir uns die aktuellen Infos und Karten. Wir durchqueren den NP Richtung Osten, kommen noch an einer Felswand mit ein paar Petroglyphen vorbei, die die Vorfahren der heutigen Anaszi in den Fels geritzt haben.

Wenig später historische Obstplantagen, die von Mormonen in den 1880ern angelegt wurden. Während der Erntezeit darf man sich hier kostenlos an dem Obst (Kirschen, Äpfel, Aprikosen, ...) laben. Nur wenn man mehr, also zum Mitnehmen, ernten will, muss dafür bezahlt werden.

Unser heutiges auserkorenes Ziel ist der Cathedral Valley Campground des NP, der wie die anderen 5 Campgrounds in der Off-Season kostenlos ist. Um dort hinzukommen, müssen wir einen Offroad-Loop durchs nördliche Hinterland absolvieren. Wir steigen östlich des Nationalparks beim Drei-Häuser-Dorf Caineville in den Loop ein und folgen der Caineville Washroad nach Norden. Schon die Straße bis zur Gravelroad ist wie eine Fahrt auf dem Mond.

Bereits nach nur wenigen Kilometern befinden wir uns inmitten einer faszinierenden bunten Landschaft. Die Gravelroad erfordert volle Konzentration, obwohl zu sehen ist, dass hier vor kurzem ein Grader die schlimmsten Waschbrettwellen beseitigt hat. Überall kommt der blanke Fels wie Schädeldecken durch und diese sollten tunlichst umfahren werden, damit es nicht dauernd wie in der Hüpfburg wackelt.

Als wir irgendwann ins Cathedral Valley einfahren sind wir immer noch 25km vom Ziel entfernt. Die Sonne steht schon sehr tief im Westen und wir können die Felsmassive in diese Richtung nur im Gegenlicht sehen. Wir überlegen, so schnell wie möglich einen schönen Platz zum Übernachten zu suchen, damit wir Morgen mit der Sonne im Rücken wieder tolle Sicht haben. Kaum entschieden, sehen wir auch schon einen kleinen Weg nach rechts abgehen. Dort finden wir leicht erhöht einen ebenen Stellplatz mit schönem Rundumblick. Wir freuen uns schon auf Morgen früh, wenn die gegenüberliegenden Felswände angestrahlt werden.

Während Marion noch einen kleinen Spaziergang zum Beine Vertreten macht, mache ich die Außendusche klar. Da wir Morgen am CG am Visitor-Center unsere Wassertanks voll machen können, gönne ich mir den Luxus, ausgiebig zu duschen.

Rund um unseren Stellplatz herum glitzert es als würden tausende Glasscherben herumliegen. Es ist zwar „Glas“, aber Marienglas, also durchsichtige in Schichten gewachsene Gipskristalle. Die ganze Gegend hier ist mit dünnen Schichten durchsetzt, die durch Erosion freigelegt werden.

Auf der Herfahrt ist uns ein Pickup entgegengekommen, der große Halbmeter dicke Stücke dieses kristallinen Gipses geladen hatte. Vielleicht entdecken wir Morgen die Fundstelle, woher die Stücke stammen.

Mit leckerer italienischer Tagliatelle beenden wir den Tag und schauen der untergehenden Sonne zu.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Caineville Washroad, Cathedral Valley, Capital Reef NP, GPS: 38.456482, -111.167609, abseits der Straße zum Cathedral Campground, tolle Rundumsicht, absolut ruhig, keine Verizon-Empfang, sehr empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

 

Mi. 13.11.19

 

Das Morgenrot färbt die umgebende „Mondlandschaft“ so toll ein … Raus aus den Federn und mit der Kamera das sich verändernde Farbenspiel einfangen. Kalenderbilder! Auch dank des untergehenden Mondes.

Nach dem Frühstück müssen wir nicht allzu weit fahren, denn unser Schlafplatz liegt direkt in Sichtweite zu den beiden solitär stehenden Sandsteinhügeln Temple of the Sun (der Größere) und Temple of the Moon. Die Anfahrt ist nicht begradigt, recht holprig und staubig. Aus der Entfernung und mit dem Moppel als Größenvergleich werden die Dimensionen erst klar erkennbar.

Gleich neben dem Temple of the Sun entdecken wir nach ein paar hundert Metern am Ende eines Stichweges einen Hügel, der aus komplett ineinander verwachsenen Gipskristallen besteht. Wir haben ja gestern schon Bruchstücke überall verteilt herumliegen sehen, aber dieser Kristallhügel ist dann doch eine andere Nummer. Als ehemaliger Mineraliensammler juckt es in den Fingern, aber wenn jeder ein Stückchen mitnehmen würde, gäbe es den Hügel inzwischen wahrscheinlich gar nicht mehr.

Weiter geht es auf der Cathedral Road nach Norden durch herrlich gemusterte Erosionslandschaften. Jede farbige Schicht repräsentiert eine mehrere tausend Jahre alte Ablagerung auf einem Meeresgrund in der Urzeit und durch Druck bleibt nur eine wenige Zentimeter dicke farbige Schicht übrig. Die sehr hellen Vulkanascheablagerungen, besonders im oberen Bereich der Felsformationen, sorgen für einen schönen Kontrast.

An der Vierwegekreuzung Cathedral Junction geht ein Stichweg in eine Ausbuchtung der umgebenden Felswände; dort befindet sich das sogenannte Gypsum Sinkhole. Wir haben eine weitere Gipskristallformation erwartet, werden aber enttäuscht, finden lediglich ein natürlich entstandenes tiefes Loch, das wahrscheinlich dadurch entstanden ist, dass sich die darunter liegenden Gipsablagerungen aufgelöst haben und deshalb der Boden eingebrochen ist.

Weiter geht es durchs Tal mit freistehenden Monolithen bzw. dunklem Felsgestein, das aus dem hellen Sand hervorsteht – sieht wie der Rücken eines verschütteten Drachen aus.

Wir haben gelesen, dass man hier draußen nie alleine unterwegs sein soll, da es in dieser Einsamkeit Pumas gibt, die zwar scheu sind, aber eben nicht ganz ungefährlich. Unterwegs entdeckt Marion Spuren im Sand, die anhand der Tatzengröße von solch einer Großkatze sein könnten.

Nachdem wir das Cathedral Valley durchquert haben geht es im hinteren Teil über holperige sehr enge Switchbacks (Serpentinen mit engen 180°-Wendekurven) hoch aufs Plateau. Von hier aus bzw. schon während der für uns alle anstrengenden Auffahrt hat man einen tollen Weitblick hinunter ins Valley.

Das Plateau ist nicht sehr breit, dort oben ist auch einer der ausgewiesenen Campgrounds, und auf der anderen Seite erstreckt sich der endlose Blick über die South Desert. Auch wenn der bröselige Rand steil in die Tiefe abfällt, traut sich Marion für ein paar Bilder trotz ihrer Höhenangst bis vorne hin. - „Was tut man nicht alles für die Karriere … Ahhhhh“

Der Abstieg zur Hartnet Road entlang der South Desert ist nicht sehr steil, aber auch hier gibt es immer wieder tolle Felsen zu entdecken.

Als wir wieder in den südlichen Teil kommen sind wir auf der Höhe der gestern durchquerten Red Desert mit ihren oxidierten Ascheschichten. Auch auf dieser Seite kommen wir über mehrere Kilometer durch buntgefärbte Landschaften, durch die sich der Grader einen Pfad gebahnt hat. Obwohl wir solche durch Oxidation/Reduktion entstandenen Farbpaletten schon oft auf unserer Reise durch die USA bestaunen konnten, ist es doch jedes Mal ein Erlebnis mitten drin zu stehen und in jedem Blickwinkel etwas Neues zu entdecken. Daher auch mal wieder etwas mehr Bilder.

Bevor wir am Ende der Hardnet Road wieder auf die geteerte Route #24 kommen gilt es noch eine Mutprobe zu absolvieren: Flussdurchquerung. Wenn es viel geregnet hat, kommt man hier nicht raus, weil der zu durchquerende Fluss zu tief ist, selbst mit unserer hohen Bodenfreiheit. Es ist aber nicht einfach nur eine Durchquerung, sondern man muss auch noch 30-40m im Flussbett bis zur nächsten Ausfahrt fahren. Wir haben keine Ahnung, wie der Untergrund beschaffen ist und haben natürlich die Befürchtung, mitten im Fluss im Schlamm stecken zu bleiben. Wer holt uns dann hier raus??

Aber es bleibt nichts anderes übrig, sonst müssten wir den ganzen 1,5-Tagestrip wieder zurückfahren. Das haben andere doch auch schon geschafft und außerdem ist das Wasser nicht besonders hoch. Aber zu hoch und zu schnell, um es zu Fuß austesten zu können. Also, Augen zu und langsam in den Fluss gleiten lassen. Mit konstanter Geschwindigkeit, nicht zu schnell und nicht zu langsam, kommen wir problemlos dank einigermaßen festem Untergrund zur Ausfahrt auf der anderen Seite. Als wir wieder trockenen Grund unter uns haben, können wir Beide wieder entspannen. Immer dieser Nervenkitzel!

Dank dieser Tour haben wir mehr vom Nationalpark gesehen, als die meisten Touristen. Bevor wir aber weiterfahren, wollen wir unbedingt noch den Scenic Drive nach Süden machen. Der Tag ist zwar schon ziemlich fortgeschritten, aber vom Visitor-Center aus sind es nur 13km. Wirklich ein tolles Stück Park mit herrlichen Felsformationen, auch wenn unser Bildspeicher nach den letzten Tagen inzwischen randvoll ist. Am Ende dieses Scenic Drives kann man noch ein Stück Gravelroad bis zu einem kleinen Parkplatz fahren von wo aus der Gorge Trail in die Schlucht führt. Hier sind die Felsen durchsetzt von bizarren Auswaschungen – wie ein gigantischer Insektenhügel durchzogen mit Höhlen und Gängen.

Obwohl der Spätnachmittag den tiefen Canyon mit seinen Windungen schon in tiefe Schatten hüllt, wandern wir ein gutes Stück den Weg hinein und bewundern die immer enger werdenden nach oben wachsenden Felswände. Das Ziel der Wanderung sind die sogenannten 'Tanks'. Dabei handelt es sich um ausgewaschene Felsbecken, die sich auf halber Höhe im Fels befinden und die in dieser kargen Gegend für Tiere - auch für die Viehherden der Mormonen - natürliche Wasserreservoire darstellen. Nach der Kletterei müssen wir uns sputen; die Sonne geht langsam unter und in der Schlucht wird es kalt.

Am Visitor-Center in immer dunkler werdenden Dämmerung sammeln sich freilaufende Hirschherden auf den Wiesen. Wir fahren gen Osten aus dem NP heraus und biegen in die Notom-Bullfrog-Road ab. Nach wenigen Kilometern befindet sich dort ein ruhiger Stellplatz in der Nähe der Straße, verzeichnet im iOverlander, den wir direkt ansteuern. Ein ebenes Plätzchen, einparken, Feierabend. Ein weiterer Camper steht auch hier. Der Tag ist mehr als ausgefüllt und sehr anstrengend gewesen, deshalb geht es nach einem schnellen Vesper hurtig ins Nest.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Notom-Bullfrog Road, near Capital Reef NP, GPS: 38.259568, -111.117765, 10km außerhalb Capital Reef NP, sehr ruhig, wegen Nähe zum NP empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

 

Do. 14.11.19

 

Als wir heute Morgen aufwachen, relativ spät nach dem anstrengenden Tag gestern, sind die anderen Reisenden schon weg. Der Platz ist nicht groß, nichts Besonderes, aber sehr ruhig und relativ eben. Was will man mehr für eine Nacht auf der Durchreise.

Da wir nicht zurück durch den Capital Reef NP und dann über den Summit mit seiner langweiligen Strecke nach Boulder fahren wollen, nehmen wir die direkte Route nach Süden auf der Notom-Bullfrog Road bis zur Abzweigung, wo es über die Burr Trail Road Serpentinen ebenfalls nach Boulder geht. Die Strecke bis zu diesem Abzweig ist leider auch nichts Besonderes, zum Teil landwirtschaftlich genutzt, keine interessanten Formationen.

Als wir die Serpentinen erneut hinter uns gebracht haben,

genießen wir die schon bekannte Strecke, vorbei an unserem tollen Schlafplatz, durch den Long Canyon bis nach Boulder.

Die Strecke von Boulder nach Escalante: Scenic Byway. Diese Strecke verdient diese Bezeichnung. Zum Teil verläuft sie nur auf einem Grat, rechts und links geht es steil hinab in ausgewaschene Canyons. Die Sonne brennt von oben und das helle Gestein reflektiert das Licht grell zurück - nicht ganz einfach kontrastreiche Bilder zu machen.

Im Städtchen Escalante besuchen wir das Visitor-Center und informieren uns ausführlich über die „Hole-in-the-Rock-Road“. Dieser Trail hat historische Bedeutung. Hierüber sind die ersten Mormonen in die Gegend weiter im Süden eingewandert. Damit diese damals mit ihren Ochsenkarren weiterfahren konnten, mussten sie über Wochen/Monate von Hand einen Einschnitt im Fels bearbeiten zu einer wirklich extremen 'Abfahrt'. Ein Einschnitt in einer Felswand – Hole-in-the-rock. Belohnt wurden ihre Mühen mit fruchtbarem Land in einem Flusstal. Schon irre, was diese Siedler damals auf sich genommen haben.

Entlang der nördlichen Hälfte dieser Holperstrecke gibt es mehrere sogenannte Slot-Canyons (sehr enge Canyons), die man geradeso einzeln durchklettern kann. Das Gestein weist eine ähnliche Färbung bzw. Streifenmusterung auf wie der weltbekannte Antelope-Canyon, bei entsprechend günstigem Lichteinfall über die Mittagszeit. Der Antelope Canyon ist touristisch voll ausgebaut und kostet inzwischen pro Person über 70 US$, wenn man für eine halbe Stunde zur besten Zeit einsteigen will, um die überall bekannten tollen Bilder zu machen. Die Slot-Canyon hier kosten nichts. Außerdem ein Vorteil der Hole-in-the-Rock-Road: Definitiv nichts für Weißware, was den Touristenstrom erheblich einschränkt. Mit den Tipps vom Visitor-Center ausgestattet steht einer self-guided Tour durch die Slot-Canyon nichts mehr im Weg. Jetzt sind wir echt gespannt, ob sie wirklich so toll sind.

Aber vorher fahren wir noch beim Baumarkt vorbei, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen.

Jetzt haben wir nur 35km Holperstrecke bis zum Pickaboo-Canyon vor uns. Wegen Wegearbeiten ist es nicht ganz einfach bis in die Nähe des Einstiegsparkplatzes zu kommen, aber unser Moppel hat auch damit keine Probleme. Zum Übernachten ist der Parkplatz jedoch nicht geeignet, und da wir Morgen einen dringend notwendigen Pausentag einlegen wollen, würden die Bauarbeiten mit den schweren Maschinen nur stören.

Zurück zur Straße und auf die Gravelroad direkt gegenüber. Unsere Reisefreunde Silvia und Paul hatten ebenfalls hier eingeparkt. Die Gegend ist flach, Platz ohne Ende, einfach irgendwo hinstellen.

Wir sind froh angekommen zu sein und freuen uns auf unseren freien Tag.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Hole in the Rock Road, GPS: 37.458807, -111.241401, gegenüber Dry Fork Narrows Slot Canyon, sehr holperige Anfahrt, sehr ruhig, schwacher Verizon-Empfang, empfehlenswert

 

 

 

 

 

 

 

Fr. 15.11.19

 

Wie angekündigt ist es heute Morgen wolkig und etwas windig. Die letzten Tage sind doch recht anstrengend gewesen, so schön sie auch waren. Vor allem hunderte km Offroadstrecke. Man muss sich extrem konzentrieren, um ja keine Bodenwelle zu übersehen bzw. rechtzeitig vor einem tieferliegenden, trockenen Wash abzubremsen. Auch kilometerlanger Waschbrettbelag zerrt an den Nerven. Gar nicht daran denken, wie viele und welche Schrauben am Fahrzeug jetzt alle locker sind.

Somit ist der heutige Day Off dringend notwendig. Inzwischen haben sich auch einige Reparaturarbeiten angesammelt. Und so, als es so gegen 11 Uhr aufklart und die Sonne rauskommt, geht’s nach draußen zum Arbeiten. Als erstes ist die Motorrad-Vorderradhalterung von meinem/P Moped dran. Hier ist schon eine Seite gebrochen und die gegenüberliegende Seite ist schon eingerissen. Das lässt sich nicht mehr länger aufschieben und es nervt total, wenn man bei jeder Bodenwelle in den Rückspiegel schauen muss, ob das Metallstück noch da ist bzw. das Moped sich nicht doch wieder selbstständig macht. Im Baumarkt in Escalante habe ich ein verzinktes Flacheisen besorgt und bastle nun entsprechende Querstreben. Schweißen wäre auch möglich, müsste aber erst wieder eine Werkstatt finden, das Moped herunterholen und dann die teuren Stundenlöhne bezahlen. Flacheisen und Bohren ist einfacher, billiger und hält sicher länger als eine neue Schweißnaht.

Als Nächstes bastle ich neue Auffahrkeile aus Holz. Ebenfalls aus dem Baumarkt: Eine 2-Zoll dicke Diele, in Einzelteile zersägt, passende Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben. Die von uns bisher benutzen Plastikkeile von Fiamma haben ihr 'natürliches' Ende erreicht und sind halt doch nicht außerhalb eines Campingplatzrasens auf Dauer zu nutzen. Inzwischen sind diese bis zur Hälfte abgebrochen, jetzt gut zu erkennen, dass das Innere nicht massiv, sondern nur geschäumt ist. Da ich beim Zusägen nur geschätzte Werte angegeben habe, muss ich an der Länge der Holzbretter noch Hand anlegen, bevor es passt. Die mittlere der 3 Lagen lasse ich hinten etwas überstehen und bastle einen Handgriff, damit man die doch etwas schwereren Vollholzkeile besser handhaben kann.

Wie ich so mit dem zweiten Keil anfange, merke ich wie mir der Kreislauf wegsackt und mir extrem schwindlig und schlecht wird. Auch eine längere Pause im Campingstuhl hilft nicht. Also raus aus den Klamotten und flach aufs Bett gelegt. Nach einer Stunde und einem kleinen Schläfchen fühle ich, dass es besser wird und gehe nochmal raus, um die angefangene Arbeit fertigzubekommen. 90% schaffe ich, dann ist sense und ich muss wieder ins Bett.

Der Nachmittag neigt sich dem Ende entgegen und es wird nicht besser. Vielleicht waren die letzten 14 Tage doch etwas zu viel. Mit letzter Kraft schaffe ich noch eine schnelle Außendusche, bevor ich wieder im Bett lande.

Marion räumt draußen alles auf und als sie gegen später mit Spinat gefüllte Tortellini an Pilzrahmsoße macht, geht es mir wieder soweit OK, dass ich eine Kleinigkeit essen kann.

Mehr ist heute nicht mehr drin, außer noch ein paar Bilder vom tollen Sonnenuntergang zu machen und einen Film aus der Heimbibliothek anschauen bevor ich erschöpft früh ins Bett gehe.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Hole in the Rock Road, GPS: 37.458807, -111.241401, gegenüber Dry Fork Narrows Slot Canyon, sehr holperige Anfahrt, sehr ruhig, schwacher Verizon-Empfang, empfehlenswert

Hier wieder die Kartenübersicht der 69. und 70. Woche mit den gewählten Stellplätzen:

USA_2019_Nov_1

 

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